Impfungen und Entwurmungen

 

Auch Impfungen und Entwurmungen werden bei mir in der Praxis vorgenommen.

Ich lege jedoch großen Wert darauf, genau zu hinterfragen, welche Impfungen Sinn machen und wann bzw. wie oft geimpft werden sollte. Die Besitzer werden von mir entsprechend über die Impfungen informiert und beraten.

Selbstverständlich erfahren die Besitzer auch, warum ich davon abrate und dürfen dann entscheiden, was geimpft werden soll. Es ist bei mir also auch möglich, sein Tier nicht impfen zu lassen, wenn dies erwünscht ist.

Handelt es sich um ältere Tiere oder Tiere mit einem chronischen Krankheitsgeschehen oder gar vorausgegangene Impfreaktionen, rate ich sogar teilweise von den Impfungen ab. Dies entscheide ich jedoch individuell nach der Untersuchung der Tiere und einem entsprechenden Gespräch mit den Besitzern.

Entwurmungen sollten so selten wie möglich druchgeführt werden. Bevor dem Tier wahllos alle Vierteljahr eine Wurmkur verpasst wird, finde ich es wünschenswert, diese Praxis einmal zu überdenken. Hat mein Tier überhaupt Symptome? Gibt es vielleicht auch andere Möglichkeiten?Als erstes steht hier die Möglichkeit der Kotuntersuchung im Vordergrund. Eine 3-Tage-Sammelkotprobe kann beim Tierarzt problemlos auf Wurmeier untersucht werden. Wenn keine Wurmeier vorhanden sind und der Hund keine Verdauungsprobleme hat und mopsfidel ist, dann brauche ich ihn auch nicht zu entwurmen. Ebenso kann man durch Zufüttern bestimmter Kräuter, einen Wurmbefall verhindern bzw. die Anfälligkeit deutlich herabsetzen.

Ansonsten ist auch hierbei die Ernährung und Immunität des Tieres von größter Wichtigkeit, denn: Einer gesunden Abwehr macht es nichts aus, wenn einmal ein paar Parasiten vorbeikommen. Lediglich bei abwehrschwachen oder fehlernährten Tieren können sich Parasiten (speziell Würmer oder Milben) in größerer Zahl ansiedeln und damit schädigen.